Kammermusiksaal 10. März 2019

Sonntag, 10. März 2019 | 16.00 Uhr

Franz von Suppé - Missa pro defunctis, Requiem
Johannes Brahms - Serenade Nr. 1 D-Dur op. 11

Orpheus Ensemble Berlin
Sinfonischer Chor Berlin
Solisten
Stefan Meinecke - Dirigent

Philharmonie Berlin - Kammermusiksaal | Herbert-von-Karajan-Str. 1 | 10785 Berlin

Zwei selten im heutigen Konzertleben anzutreffende Meisterwerke der Romantik erklingen im Kammermusiksaal der Philharmonie. Sowohl Brahms Serenade Nr.1 op. 11 als auch Suppés Requiem passen nicht in die konventionellen Formvorstellungen und Schubladen ihrer Gattung.

Brahms Serenade, ursprünglich als Nonett konzipiert, hat eine langwierige Entwicklungsgeschichte. Es ist sein erstes Orchesterwerk( 1860) und sollte seine erste Sinfonie werden: „ Ich hatte so schöne, große Ideen, und nun ,,eine Zwittergestalt!“

Der Dirigent der UA Joseph Joachim hielt die Serenade für „Sinfonie verkündend“. Auch der Kritiker Eduard Hanslick zollte dem Werk Anerkennung und nannte die Serenade eine „Sinfonie des Friedens- ein Spielplatz idyllischer Träume, verliebter Pläne und leicht bewegten Frohsinns“.

Ein Kölner Kritiker schrieb damals: „Hier werden Melodien und Motive von fast gesuchter Naivität und Einfachheit vorgeführt, die dann in der großartigsten Weise behandelt werden.“

Dieser Ausspruch ist auch in passender Weise auf das zweite Werk des Konzertes anzuwenden: Franz von Suppés Requiem in d-Moll von 1855.

Suppé ist ausschließlich als Operettenkomponist bekannt, die damaligen Kritiker wurden nicht müde, sein Requiem als „operettig“ und heiter zu verunglimpfen. Das war das Todesurteil für dieses Werk, es verschwand vollständig aus dem Repertoire. Die Partitur wurde erst vor wenigen Jahren wiederentdeckt. Verschiedene Stilebenen prägen die Partitur. Traditioneller Kirchenstil wechselt mit melodischen Elementen, die der italienischen Oper sowie der österreichisch-ungarischen Folklore verpflichtet sind. Brahms äußerte sich nach Suppés Tod über Suppé: „Seine unglaubliche Gewandtheit in weltlichen Dingen verdankt er eigentlich seinen geistlichen Kompositionen, die erster Güte sind.“

€ 35 | € 30/26 | € 26/22 | € 18/14

030 - 4799 7474 und online
an allen VVK, Abenkasse

ermäßigte Tickets sowie Tickets für Schwerbehinderten-Loge - nur telefonisch buchbar unter o.g. Rufnummer

(Ermäßigungen für Schüler, Studenten, Schwerbehinderte, Berlin-Passinhaber)